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1950 begründete der Mönch Ryusho Otomo auf Okinawa den Stil Mushin Do Ryu (Weg des leeren Geistes), den er aus dem Uechi Ryu Stil und diversen chinesischen Boxstilen heraus entwickelt hatte. Im gleichen Jahrzehnt brachte Ryusho Otomo sein Mushin Do Kempo, wie es damals hiess, erstmals nach Frankreich. In den darauffolgenden Jahren kam es nach England, wo es in privaten Clubs Geheimdienst-Agenten und anderen Privilegierten gelehrt wurde.
Mushin Do Ryu ist ein Stil des Karate Do der insbesondere auf die geistigen und gesundheitlichen Aspekte Wert legt. Viele Techniken des Mushin Do Kempo entsprechen unveränderten Formen die ursprünglich Bodhidharma entstammen, im buddhistischen Shaolin-Kloster gelehrt und in etlichen buddhistischen Tempeln geübt wurden. Zu Beginn des 15. Jahrhunderts brachten die Mönche Se-Ke-Ko und Chu-Te-Cho diese Techniken auf die Ryukyu Inseln und wurden dort fortan gelehrt. Von vielen werden Mushin Do Ryu und die beiden okinawanischen Stile Akito Ryu und Jonaburu Ryu heute als die drei traditionellen Karate Do Stile Okinawas angesehen, die praktisch unveränderte Formen meditativer chinesischer Kata enthalten und lehren. Diese drei Schulen bilden eine alternative Linie in der Lehre des Karate Do zu jener der Meister Shungo (Tode) Sakugawa und Sokon (Bushi) Matsumura. Ryusho Otomos Grossvater Gunto Otomo soll einer der Lehrer von Yasutsune (Anko) Itosu, dem Lehrer von Gichin (Shoto) Funakoshi gewesen sein. „Zu fragen mag ein Moment der Beschämung sein, doch überhaupt nicht zu fragen – und unwissend zu bleiben – ist eine Schande auf ewig.“ Otomo Sensei
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